Ob Rapa Nui, Isla de Pascua oder Osterinsel: Es war immer unser Traum, einmal auf die vom Festland 3800 km entfernte, kleine Insel im Pazifik zu fliegen. Aufgrund unseres 8 Monate gültigen TIPs für Patsha in Argentinien, und da die Grenzen zu Chile über die Pässe immer wieder aufgrund Schnee gesperrt wurden, hatten wir uns entschlossen, nicht von Santiago de Chile aus zu fliegen, sondern bereits von Mendoza aus. Was für eine gute Entscheidung, denn nur einen Tag vor unserem Flug war der Paso de Libertadores erneut dicht. In Mendoza hatten wir dank dem Tipp von Reisefreunden bei Valentin eine gute Möglichkeit gefunden, unser Fahrzeug für jenen Kurzurlaub sicher abzustellen. Sämtliche Informationen zu unserer Individualbuchung auf Rapa Nui haben wir auf DIESER SEITE zusammengefaßt.
In erster Linie lassen wir unsere Bilder und deren Unterschriften sprechen. Natürlich auch unser kleines Video, für einen besseren Eindruck. Aber wie Ihr daran schnell sehen könnt: Wir hatten wettertechnisch wirklich Glück! Die Tage vor unserer Ankunft hatte es auf der Osterinsel nur geregnet, wie wir von anderen Reisenden erfahren haben, und die letzten Matschpfützen waren noch deutlich sichtbar. Wir dagegen mußten aufpassen, uns keinen zu großen Sonnenbrand zu holen. So stark war diese, und dabei haben wir noch nicht wirklich Sommer. Vor Ort waren wir 5 Nächte, also 4 Tage. Davon waren die ersten beiden top, danach zog leichte Bewölkung auf, und am letzten Tag war der Himmel komplett bedeckt. Nur in der letzten Nacht leichter Regen. Wir dürfen uns daher wirklich glücklich schätzen.
Weniger Glück hatten wir dieses Mal mit einem gesundheitlichen Umstand, der uns nach 2 Tagen dazu zwang, keine weiteren Erkundungen mehr machen zu können. Wir hatten jedoch das Gefühl, während unserer gebuchten Tour alles Wichtige gesehen zu haben. Wir hätten uns ansonsten nur noch überlegt, eventuell einen Roller oder ein Quad vor Ort zu mieten – vorausgesetzt natürlich: Kein Regen! Da die Stätten alleinig mit einem Guide zu besuchen sind, wären wir ansonsten noch einfach kreuz und quer über die übersichtliche Insel gefahren. Dieses würden wir anderen Reisenden empfehlen, die planen, auf die Osterinsel zu fahren. Ein landschaftliches Highlight würde man zwar auch so nicht entdecken, aber es wäre schön gewesen, dort Halt zu machen, wo man selber wollte. Hanga Roa – der Hauptort – ist zwar nicht winzig, aber das Zentrum dennoch übersichtlich. Da die meisten Touren am frühen bis späten Nachmittag enden, reicht im Normalfall die verbleibende Zeit aus, sich noch den Ort anzuschauen. Einen extra Tag dafür braucht man daher unserer Meinung nach nicht einzurechnen. Daher würden wir 3 volle Tage vor Ort als ausreichend empfinden; alles darüber hinaus ist Luxus, aber natürlich bei solch einem langen Flug mehr als gerechtfertigt.
Die Zeitzone von Rapa Nui ist um 2 Stunden versetzt zu Santiago de Chile. Mangels Internet im Zimmer mußten wir oft unsere eSIMs und das Funknetz nutzen. Dieses wählt sich jedoch in die Zeitzone vom chilenischen Festland ein und führte dazu, daß die Uhrzeit auf unseren Handys falsch dargestellt wurde. So passierte es, daß unser Wecker – anstatt um 5.30 Uhr für die Sunrise Tour – um 3.30 Uhr ging. Natürlich haben wir dies in jenem Moment nicht bemerkt… Ab dann haben wir unseren Handys „verboten“, die Uhrzeit automatisch zu synchronisieren. Also, aufgemerkt! 😉
Unser persönliches Fazit: Wir haben uns diesen Traum erfüllt, aber ja, dieser Traum ist teuer! War er es wert? Ja und Nein. Ja, denn wo hat man ansonsten eine solche Gelegenheit, auf eine so abgelegene Insel mit jener kulturellen Geschichte zu reisen. Und ‚Nein‘, denn Preis-Leistung sowie landschaftliche Highlights sind nicht gegeben. Daher liegt die Entscheidung bei jedem selber, ob man bereit ist, sich dieses Once-in-a-lifetime-Erlebnis zu leisten.











































































































