Tops & Flops (Folge 3)

von root

Wow, ist dies schon sooooo lange her, daß wir Teil 1 und Teil 2 unserer Tops & Flops Serie veröffentlicht haben? Da wird es doch mal wieder Zeit für einen neuen Beitrag, zumal wir ja jetzt auch schon über 4 Jahre unterwegs sind. Da haben sich natürlich auch Ansichten geändert, Dinge bewährt oder eben nicht, und so knüpfen wir gerne an unsere ersten beiden Berichte an. Fangen wir daher mal mit den Tops an und diesmal bekommt unser heißgeliebter „Staubi“ endlich seinen verdienten, ersten Platz!

Staubi: Gemeint ist natürlich unser Handstaubsauger! Was würden wir ohne ihn machen?!!! Täglich ist er in Benutzung, um im Inneren Herr von Staub, insbesondere aber Krümeln zu werden. Und wir lieben ihn, um Insekten aller Art, in erster Linie aber Moskitos und Black Flies, einfach einzusaugen. Wenn wir mal an einem Platz landen, an dem sich hunderte, wenn nicht gar (gefühlt) tausende von Moskitos durch unsere Fliegengitter zwängen und an der Decke hängen, dann kommt er zum Einsatz. Ja, wir haben uns für den super teuren von Dyson entschieden; insofern können wir nicht sagen, ob auch ein günstiger den gleichen Zweck erfüllen würde. Aber wir wollten damals einen mit richtig Power haben und er hat uns bislang immer tatkräftig unterstützt und nie Probleme bereitet. Alle unsere Daumen hoch für unseren heißgeliebten Staubi!

Ausziehleiter: Was wir ebenfalls nicht missen möchten, ist unsere kompakte Ausziehleiter. Bei vielen Reisenden haben wir eine ebensolche gesehen; es gibt sehr viele Hersteller für ein wirklich immer ähnlich aussehendes Modell. Aber alle haben gemeinsam, daß sie auf eine wirklich gute Länge ausziehbar sind, aber dann wieder kompakt ineinandergeschoben und damit verstaut werden können. Ebenso sind sie leicht und gut zu tragen. Wir kommen damit prima auf’s Dach, um damit Solarpanele & Co. zu reinigen – auch wenn wir dies immer öfter vom Bett aus durch die Dachluke erledigen. Manchmal sind wir einfach zu faul, die Leiter rauszuholen. Aber sie ist für uns ein MUSS an Bord.

Lampenschutzgitter & Steinschlagschutzgitter: Bewährt haben sich inzwischen auch die Schutzgitter vor unseren Lampen am Fahrerhaus, sowie das selbstgebastelte Steinschlagschutzgitter vor der Frontscheibe. Mindestens einen fetten Steinbrocken (ca. 10 cm Durchmesser) hat unser Lichtschutzgitter bereits aufgehalten, wobei die Plastikhalterungen abgebrochen sind. Seitdem haben wir das Gitter zusätzlich mit einem Band gesichert, was nicht unbedingt ansehlich ist, aber hoffentlich seinen Zweck erfüllen wird. Und auch wenn unser Steinschlagschutzgitter vor der Frontscheibe auf den letzten 18 km des Dempster Highways „versagt“ hat – der Stein hat genau darüber eingeschlagen -, so hat es doch einige andere aufgehalten. Deswegen ist es immer noch montiert, auch wenn wir jetzt manchmal Probleme mit der Sichtbarkeit nach unten haben, wenn wir offroad fahren. Ist uns früher nie so aufgefallen wie seit Kolumbien.

Bialetti für Gasherd: Unser elektrische Bialetti hat irgendwann beschlossen, nicht mehr zu funktionieren. So haben wir uns in Mexiko eine für den Gasherd gekauft. Ja, wir vermissen die nervige Lounge-Musik 😉, aber ja, sie funktioniert auch prima ohne. Insofern kommt der Kaffee jetzt brühwarm vom Herd, anstatt gespeist von der Batterie.

Externer Lautsprecher & Mikrofon: Aufgrund unserer früheren Jobs hatten wir damals ein Jabra, und daher hatten wir uns ein solches auch privat gekauft. Wie oft nutzen wir es prima für Telefonate, damit sich alle – gute Internetverbindung vorausgesetzt – verstehen. Oder wir nutzen es als Lautsprecher für’s Handy-Radio, um mal wieder Bayern 3 oder ähnliches mitten in Zentralamerika zu hören. Insbesondere die Staumeldungen aus Deutschland tun dann weh. 😉 Aber wir finden es wirklich praktisch und möchten dieses kleine Gerät mit super Soundqualität nicht missen.

Flops:

Vorfiltergehäuse: Waren wir bislang begeistert von unserem Wasserfilterkonzept, mit einem Lilie Sedimentfilter als Vorfilter vor Befüllung unseres Wassertanks, so müssen wir seit Kolumbien leider Abstriche machen, da sich aufgrund der dortigen, schlechten Wasserqualität der Carbonfilter sehr schnell zugesetzt hatte, und wir deswegen in die Situation des Filter-Wechseln gekommen sind. Gerne referenzieren wir auf den letzten Bericht von uns. Ab Südamerika erscheinen jedoch 10‘‘ nicht mehr 10‘‘ zu sein, so daß Filter, die diese Größe haben, nicht mehr in unser Gehäuse passen. Faktisch paßt nur eine 9 ¾ lange Filterkartusche in das Gehäuse; ist der Filter 2 mm länger, wird es schon recht eng und man muß das Gehäuse sehr fest anziehen. Es ist sehr schwierig, die passende Größe zu finden. Insofern ist das Gehäuse für uns nicht wirklich weltreisetauglich. Zumal die Originalfilter sehr teuer sind, und wenn man sich diese – inklusive Zoll – immer schicken lassen muß…

Folienspender (für Alu- und Frischhaltefolie): Wir dachten, dies sei eine praktische Sache, aber bereits nach kurzer Zeit „on the road“ mußten wir feststellen: Die Enden der Folie wickeln sich immer wieder in das Gehäuse rein, und dort herrscht dann bald „Kuddel Muddel“. Man muß diese Folien immer wieder mühsam herausziehen, um sie zu positionieren, und danach mit dem Schneider abzuschneiden. Also hätten es auch 2 einfache, getrennte Behälter sein können, aus denen man die Folien herauszieht und abreißt. Generell ist es so, daß wir Plastikboxen im Kühlschrank haben, um möglichst auf Alu- und Frischhaltefolie zu verzichten, aber ganz ohne haben wir es noch nicht geschafft. Unten, an unserem Folienspender, hing dann noch unsere Küchenrolle, und die ist ein absolutes MUSS für uns. Tja, nach 4 Jahren sind jetzt die Halter – aus Plastik – abgebrochen, und der Ersatz aus Kolumbien ist nur passend für Rollengrößen aus Kolumbien, und die sind nur ca. 2/3 der bekannten Küchenrollen breit. Im Nachhinein hätte es ausgereicht, einfach einen Halter nur für eine Küchenrolle zu kaufen, und den Rest in der Schublade zu verstauen.

Badezimmer im Eingang: Hier sind wir unterschiedlicher Meinung, aber da ich unseren Bericht schreibe… 😉 Wir dachten, daß das Bad im Eingang praktisch ist, sozusagen als „Nasszelle“ oder „-schleuse“, wenn man – von draußen kommend – seine dreckigen oder nassen Klamotten ablegen möchte. Aber faktisch stehen immer die Schuhe chaotisch im Eingang, die Fussmatte liegt dreckig herum, und genau dort befindet sich der Stehbereich vor unserem Waschbecken. Ich würde den Grundriss zukünftig nicht mehr so machen, denn m.E. hat es mehr Nach- als Vorteile. Natürlich lüftet eine Nasszelle im Eingang besser durch, als ein komplett abgeschlossener Badbereich, aber seit Mexiko nutzen wir fast nur noch Duschen in Campgrounds, da ein wirkliches Freistehen schwierig ist. Insofern ärgert man sich mehr über die Schuhe, die im Eingang umherliegen, oder daß das Bad beim Toilettengang blockiert ist, und man nicht durch die Tür nach draußen kann, als daß es wirklich von Vorteil wäre, das Bad dort im Grundriss realisiert zu haben. Boris schätzt jedoch immer noch den Vorteil, daß wir durch diese Lösung viel Platz im restlichen Wohnkoffer haben.

Angel: Apropos Nässe und Wasser: Da müssen wir doch gleich an unsere, oder besser, an Boris Angel denken. Gekauft in Alaska, seitdem nie benutzt. 😉 Oder halt: Zweimal benutzt, in dem sie ausgeworfen wurde, und sich die Schnur nicht wirklich wieder einwickeln ließ. Lag natürlich an der Angel, nicht am Angler. 😉 Ob wir damit wirklich etwas gefangen hätten, um unser Überleben zu sichern? Auf jeden Fall sind wir dank Walmart & Co. nie verhungert. Wer wirklich damit geübt ist und in Gegenden reist, in denen sich Forelle und Lachs tummeln, für den ist dies sicherlich eine Bereicherung der abendlichen Mahlzeit. Unsere hingegen fährt seitdem kostenlos mit uns mit und ist eigentlich nur im Weg. Aber man weiß ja nie, wann man diese mal brauchen könnte…

Huawei Router: Am Anfang war dieser absolut kein Flop, denn wir haben diesen auf unserer Europa-Tour wirklich gut gebraucht. Mit passenden lokalen SIM Karten versehen, hat er uns einen WLAN Hotspot „zuhause“ geliefert. Mittlerweile brauchen wir ihn dank Starlink nicht mehr und könnten ihn theoretisch entsorgen. Also, Flop im Sinne von „der Stand der Technik verändert sich im Laufe der Zeit“. Das ist normal.

Jetzt fallen uns zwar noch ein paar weitere Tops & Flops ein, aber dies wäre dann mal etwas für einen zukünftigen Teil 4. 😊

(Musik von: https://www.musicfox.com/)
(Musik von: https://www.musicfox.com/)

 

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