Special „Galapagos“

von root

Wenn wir einmal im Leben nach Ecuador kommen, dann wollten wir immer auch die Galapagos Inseln besuchen. So viel Schönes hatten wir bereits über dieses Fleckchen Erde gehört. Gerne möchten wir daher ein paar Infos mit Euch teilen, zur Organisation, unserer gewählten Route, als auch ein kleines Resümee. Unsere Fotos findet Ihr hiernach im Anschluß. Das finale Video wird noch etwas Zeit in Anspruch nehmen.

Buchung:

Wir haben kurzfristig bei DealsGalapagos gebucht und wußten, daß die Reisezeit über Ostern alles andere als ideal für solche spontanen Aktivitäten ist. Wir konnten bzw. wollten den Flug von Quito (via Guayaquil) nach San Cristobal nicht buchen, bevor wir nicht die Reservierungsbestätigung für die Kreuzfahrt hatten, denn sonst ständen wir alleinig mit dem Flug da. Als dann – wenn auch binnen einem Tag – jene Bestätigung für die Schifffahrt kam, war der letzte Flug am Tag vor Start der Kreuzfahrt ausgebucht und nicht mehr verfügbar, egal, ob in Eco oder Business Class. Und auch Flüge nach Baltra waren ausgebucht, denn das wäre Plan B gewesen (dort hinfliegen, und dann mit der Fähre weiter nach San Cristobal, wo unsere Tour starten sollte). Alternativ hätten wir die Kreuzfahrt für einen späteren Termin buchen können oder die Reise komplett anders gestalten können (Flüge, Hostels, Tagesausflüge vor Ort), aber wir waren der detaillierten Organisation einerseits müde, andererseits haben wir damit einfach zu spät angefangen. Und nochmals eine (größere) Schleife um Quito zu drehen, um dann einen passenden Trip in 3-4 Wochen zu buchen, kam für uns auch nicht infrage. Eine frühere Buchung hatten wir hingegen ebenfalls auch nicht angestrebt, da wir erst sicher mit unserem Fahrzeug in Quito sein wollten – Erfahrung aus vergangenen Reparaturen macht klug. So kam es dann, daß wir jene Kreuzfahrt für ein paar Tage unverbindlich reservieren konnten, und wir haben tatsächlich noch superkurzfristig einen (Hin-)Flug am Tag der Abfahrt des Schiffes bekommen – mit nur ca. 1.5 Std. Ankunft vor der vereinbarten Treffzeit im Hafen. Man hat uns versichert, daß, wenn unser Flug Verspätung haben sollte, das Schiff noch bis abends im Hafen liegen, und man eine Lösung finden würde. Wir können vorwegnehmen: Es hat alles prima geklappt und unser Avianca Flug hatte keine Verspätung, auch wenn wir kurzzeitig ins Schwitzen kamen, denn einem Fluggast ging es nicht gut und die Crew hatte diskutiert, ob er transportfähig wäre oder ins Krankenhaus gebracht werden sollte.

Zum Flug müssen wir noch ergänzen, daß bei Buchung auf Expedia suggeriert wurde, daß wir sowohl für Hin-, als auch für Rückflug Business Class (inkl. entsprechendem Gepäck) gebucht hätten. Die Bestätigung erfolgte jedoch nur für den Hinflug mit Business Class; Rückflug in Economy, dann auch noch ohne Handgepäck. Wir waren nicht erpicht darauf, Business zu fliegen; es gab jedoch keine Alternativen mehr. Aber Flug selbst ohne Handgepäck? Dies hätte uns dann noch einmal ca. 180 USD mehr gekostet (2x Handgepäck; 1x Koffer für Rückflug; aufgrund Sonnencremes & Co. wollten wir eine Tasche aufgeben). Nach einigen Diskussionen mit Expedia wurde uns das Upgrade beim Rückflug auf ebenfalls Business Class (150 USD) erstattet, da dies günstiger als zugebuchtes Gepäck war. Wer jetzt aber glaubt, wir schwelgen in Luxus: Die 12 Business Class Sitze hatten den Abstand von Eco Plus/Premium Sitzen; und auch der Service war nicht besser. Wir hatten tatsächlich ein Getränk mehr bekommen als in der Eco Klasse und Bananen-Chips; kein (warmes) Essen o.ä. Dabei waren wir richtig hungrig, denn eine Avianca Lounge im nationalen Teil des Hauptstadtflughafens gibt es nicht. Auch ließ die Aufmerksamkeit der Crew sehr zu wünschen übrig…

Generell empfanden wir das Last Minute Angebot für die Kreuzfahrt trotz allem als sehr teuer; es hätte günstigere Alternativen (mit anderen Booten) gegeben. Jedoch war uns wichtig, daß wir ein angenehm großes Bett, mit offenem Bettende, bekommen. Standard in der Touri-Schiff-Klasse sind wohl Etagenbetten. So hatten wir uns für die Letty entschieden. Wir haben folgende Tour gebucht: ITINERARY B – 9 DAYS (zentrale und östliche Inseln). Hinzu kommt später noch das sog. TCT Dokument (https://siig-registro.gobiernogalapagos.gob.ec/index.php?cargar_modulo=tct/emitir/), welches mit 20 USD p.P. zu Buche schlägt; und vor Ort bei Ankunft auf Galapagos sind nochmals 200 USD p.P. Nationalparkgebühr fällig. Alles in allem ein recht teurer Spaß. Aber man fliegt ja nur einmal dahin…

Es gab noch diverses Hin- und Her mit der Bezahlung via we.travel, die u.E. nicht gemäß der „Payment-Conditions“ von Dealsgalapagos ist. Letztendlich haben wir 8 € mehr, als u.E. vereinbart, bezahlt und werden den Aufwand einer Rückholung nicht mehr angehen. S. weitere Infos unsererseits hierzu HIER. Eine Klärung konnte mit DealsGalapagos nicht wirklich erzielt werden. Bei Barzahlung hätte man sich die Kreditkartengebühr gespart, jedoch hätten wir mehrfach – mehrere Tage hintereinander – nach Quito fahren müssen, bis wir das Geld zusammengebracht hätten, und dann mit so viel Geld in der Tasche in Quito bis zum Tour-Office zu fahren… Für uns war die Zeit auch einfach zu knapp. So haben wir notgedrungen die zusätzliche Gebühr von 4.1 % – auch wenn 3.9 % für VISA angegeben wurde – bezahlt.

Patsha hatten wir für die Zeit auf Andys Campground abgestellt. Das Parken erfolgt auf der unteren Ebene des Platzes, ist mit einer Mauer umgeben, nicht überdacht. Man muß bedenken, daß das Fzg. auf ca. 3000 m Höhe steht und in der Zeit zuvor, die wir noch dort verbracht hatten, gab es einige heftige Gewitter und Hagel. Andy hat auch unseren Shuttle zum Flughafen organisiert (auf dem Hinweg hat er uns gebracht; abgeholt wurden wir am Ende unserer Reise durch einen, durch ihn organisierten Fahrer). Der Shuttle Service hat uns 25 USD pro Fahrtrichtung gekostet. Das Abstellen kostete 5 USD p. Tag.

Schiff:

Unsere Yacht hieß „Letty“ und war in der mittleren Klasse, der sog. First Class. Es gibt noch höherwertige Schiffe in der sog. Luxury Class. Wie war unser Eindruck?

+ sauber; die Crew bemühte sich auch während der Reise, das Schiff in Schuss zu halten (z.B. Austausch von Dielen, Wände wurden gestrichen o.ä.)

+/- Kabinen- als auch Badgröße waren akzeptabel, wirkten jedoch auf Fotos deutlich größer

+/- es ist nicht leise im Zimmer: Entweder brummelt der Schiffsmotor oder der Anker wird gelichtet, oder es sind andere, mechanische Geräusche, die permanent laut „klackern“. Wer hier empfindlich ist, sollte Ohrenstöpsel mitbringen.

– die Klimaanlage brummelte, aber sie war einfach nicht kraftvoll genug; unter 28 Grad im Zimmer (mit entsprechender Feuchtigkeit) ging nichts; dies galt auch für die anderen Zimmer an Bord

– das Bett war viel zu klein: ca. 1.40 m in der Breite, und ca. 1.85 m in der Länge. Dies war für uns inakzeptabel, jedoch waren die anderen Betten an Bord – lt. Auskunft der anderen Gäste – auch nicht länger. Gerade für unsere Größe ist dies alles andere als komfortabel – und genau wegen jenem Punkt hatten wir mehr Geld für jene Schiffskategorie bzw. jenes Schiff ausgegeben. Dealsgalapagos wußten um jenen, für uns wichtigen Punkt bereits bei Buchung; auf keiner Internetseite hinsichtlich Schiffsspezifikationen fanden sich Informationen zu Bettgrößen o.ä.

+ es gab zwar nicht genügend Liegen für alle max. 16 Passagiere an Bord, jedoch hat man sich immer einigen können; abends haben wir an Deck den Sternenhimmel für uns alleine gehabt, während andere Gäste den Aufenthalt in ihrem Zimmer bevorzugten

+ die Crew war sehr freundlich und hilfsbereit; wir haben uns jederzeit willkommen gefühlt; Anmerkung: Die Crew kann jedoch durchwechseln und ist nicht an das Schiff „gekoppelt“.

+ das Essen (Vollpension) war absolute spitze! Wir können unseren Koch nicht genügend loben! Auch hier gilt: Der an Bord tätige Koch kann durchwechseln, so daß dies keine Garantie ist, und andere Reisende zuvor hatten leider nicht so gute Erfahrungen wie wir machen dürfen. Unserer Information nach sind weder Softdrinks, noch alkoholische Getränke mit dabei; alleinig Wasser, Tee und Kaffee werden angeboten. Final brauchten wir jedoch nur unsere 2x Biere bezahlen; die 3x Colas wurden uns nicht in Rechnung gestellt.

+ WiFi wurde kostenlos angeboten, jedoch hatten wir 3x Generatorausfälle, die darin resultierten, daß einerseits kein Wifi mehr existiert (weniger dramatisch!), keine Klimaanlage mehr funktionierte (schon schlecht!), und das Hauptlicht im Zimmer aktiviert wird und nicht ausgeschaltet werden kann (blöd, wenn dies mitten in der Nacht ist).

– auch wenn Toilettenpapier separat entsorgt wird, war unsere Toilette mehrfach verstopft. Wenn dann auch noch der Generator ausfällt, und damit auch kein Wasser in den Spülkasten nachgepumpt wird, hat nur der erste „Spaß“ am Toilettengang.

Programm:

Unser 9-tägiges Programm sah wie folgt aus: https://www.yachtletty.com/items/this-is-a-title-02. Es war wirklich sehr straff; oft fingen auch Unternehmungen um 6 Uhr früh an. Man muß natürlich nicht alles mitmachen – an Tag 6 hatten wir kurzzeitig „geschwächelt“ -, aber wir wollten uns natürlich nicht die Gelegenheit entgehen lassen, die Galapagos Inseln intensiv zu erkunden. Aber es konnte schon sein, daß zwischen 2 Aktivitäten (Schnorcheln – nächster Landgang) nur 20 min. Zeit blieben, um sich zu duschen und umzuziehen. Ein richtiger Erholungsurlaub sieht anders aus; Kreuzfahrten fallen eher in die Kategorie „Erlebnisurlaub“. Wir lassen an dieser Stelle dann auch eher unsere Fotos sprechen (s.u.).

Gruppe:

Dieses ist einerseits ein sehr subjektiver Faktor, andererseits ist jede Gruppe anders. Bei uns waren Teilnehmer an Bord, die „nur“ 5 Tage gebucht hatten, so daß nach dieser Zeit neue Gäste an Bord kamen. Zumindest in der zweiten Reisehälfte haben wir lustigere Kontakte geknüpft und Spaß gehabt. Wir merken, daß solch‘ eine Kreuzfahrt nicht komplett unser Ding ist, wußten aber, worauf wir uns einlassen. Alternativ hätte man – wie eingangs erwähnt -, auch alles selber organisieren können, wobei man spätestens bei Tagesausflügen/Schnorchelausflügen dann wieder in einer Gruppe unterwegs gewesen wäre. Es sei denn, man bucht das Schiff ganz für sich alleine… 😉

Guide:

Die Erzählungen und Erklärungen unseres Guides wirkten fundiert; jeden Abend gab es ein Briefing und das Programm wurde danach noch einmal per What’sApp verteilt.

Trinkgeld:

Es wird ein Trinkgeld erwartet; dies wird ebenfalls in den Reiseunterlagen erwähnt. Final lagen 2 Umschläge auf unserem Bett (1x für Guide, 1x für Crew). Die Anzahl der Punkte auf einem Umschlag ließen auf die Kabinennummer zu schließen. In den Reiseunterlagen wird empfohlen, 15 USD p. Reisetag und Reiseteilnehmer zu geben; an Bord ist dann die Rede von 20 USD p. Reisetag und -teilnehmer. Somit wären dies für uns noch einmal 360 USD an Trinkgeld gewesen. Wir haben einen für uns angemessenen Betrag in die Umschläge gesteckt. Wir sind keine Experten für Kreuzfahrten – vielleicht ist ein solches Trinkgeld heutzutage üblich -, aber wir können die Verhältnismäßigkeit eines solch‘ erwarteten Trinkgeldes zu einerseits den ecuadorianischen Gehältern, als auch dem Preis, den wir bereits für jene Kreuzfahrt bezahlt haben, nicht nachvollziehen. Die Übergabe am Tag vor Ausschiffung sollte „vor aller Augen passieren“ und wir empfanden dies als „sehr künstlich“ bzw. als „Pflichtpunkt“. Gerne hätten wir diese Wertschätzung von uns aus freiwillig gemacht, denn insbesondere mit der Crew waren wir sehr zufrieden.

Unser Resümee:

Es hat sich zwar durch diese Kreuzfahrt für uns erneut bestätigt, daß unser eigener Reisefokus woanders liegt – d.h. weniger auf einer Gruppenreise -, aber wir haben die ganzen Aktivitäten dennoch genossen. Es gab tatsächlich so viel auf Galapagos – insbesondere die faszinierende und vielfältige Tierwelt an Land und unter Wasser – zu entdecken, daß wir es rückblickend nicht bereuen. Für uns wären jedoch 5-7 Tage ideal gewesen; danach wiederholt es sich einfach und der Erlebnisfaktor sinkt. Preis-Leistung war für uns bgzl. des Schiffes (s. Bettgröße bzw. Klimaanlage) nicht erfüllt. Wir haben dies im Feedbackbogen vermerkt. Mit einigen Reisenden werden wir hoffentlich noch in Kontakt bleiben; ansonsten behalten wir gerne die vielen, schönen Erinnerungen im Gedächtnis. Daher wünschen wir Euch jetzt viel Spaß beim Betrachten unserer Urlaubserinnerungen!

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